Freitag, 29. Januar 2016

Von Viren und anderen kleineren Familienstörungen

Den Monat Januar haben sich Viren und Bakterien aller Art zu ihrem ganz persönlichen Monat des Schlussverkaufs auserkoren. Das Motto lautet eindeutig: Holen Sie sich heute ein Schnupfenvirus und JETZT und zwar nur JETZT bekommen Sie noch eine Mandelentzündung GRATIS dazu. 

Sozusagen der Supersale des mikroskopischen Raumes unterhalb unserer Wahrnehmungschwelle. Da werden Allianzen gebildet um menschliche Körper aus allen Körperöffnungen Tropfen und Rinnen zu lassen, dass selbst die (klimatisch übrigens eindeutig bevorzugten) ersten medizinisch Gelehrten im antiken Griechenland vermutlich nur mehr einen Aderlass von mindestens 5 Litern als Heiloption in Betracht gezogen hätten.

Ganz egal wen man fragt, egal ob es um lang geplante Termine zur Vorsorge beim bevorzugten Kinder(zahn)arzt oder dem mühsam dem Arbeitsalltag entrungenen, gemeinsamen Spielnachmittag für den Nachwuchs geht - reihenweise fallen Termine samt ihrer Teilnehmer flach.

Auch wir bleiben davon nicht verschont. Indikator für bevorstehendes Übel ist bei uns übrigens interessanterweise der Mann im Haus. Wenn er darnieder liegt sind Frau und Kind meist noch bei bester Gesundheit - nun zugegeben, er arbeitet auch in einer Branche die ihm täglich ein Potpourri an Keimen gegenübersetzt. 
Diesen Monat war jedoch für die gesamte Kleinfamilie Schluss mit lustig. Der Jahresauftakt ging noch souverän an Papa mit Atemwegsinfekt und Heiserkeit doch schon in der ersten Monathälfte zog Junior mit Schnupfen und garstigem Husten mindestens gleich. Nach dem Motto "ich kann das besser" folgte dann zeitnah noch ein heftiger grippaler Infekt der so fiebrig ausfiel, dass unser zuständiger Kindermedizinmann umgehend den quer durch alle Altersklassen hindurch allseits beliebten Rachenabstrich zum Influenza Test nahm - halleluja was für eine Freude mit einem verschnupften Kleinkind.

Hier fanden dann auch wieder die beliebten "Krank für Kind" Tage ihre Daseinsberechtigung gefunden, sehr zur Freude von Vorgesetzten und Kollegen die sich plötzlich wieder kinderlose Single-Kollegen wünschen. Eigentlich hatten wir die Tage die er ausgeknockt (Kita-Verbot) war zwischen uns geteilt, zwei Tage Mama, zwei Tage Papa. Von diesem wundersamen Konstrukt des Gesetzgebers, der wirklich denkt ein Kleinkind sei maximal 20 Tage im Jahr krank, ein andermal mehr hier....
Eigentlich, ja liebe Leser Sie merken es schon, denn wir hatten die Rechnung ohne die Erreger gemacht. Nachdem Papa den Auftakt der Betreuung gesund überstanden hatte und sich wieder der Arbeit widmen wollte schlichen sich quasi über Nacht die Viren an die Mama heran und legten diese gründlich und so nachhaltig flach, dass nur noch ein Besuch der örtlichen Rettungsstelle Linderung bringen konnte. Was für ein Spaß für die gesamte Familie!

Mittlerweile sind glücklicherweise wieder alle auf dem Damm, der Last-Man-Standing hat im Lauf der Woche seine hausmännischen Fähigkeiten von Grundreinigung über Entsorgung bis hin zu obligaten Pflichten wie Materialbeschaffung (Einkauf) und Verpflegung (kochen) verbessert und wird nun entspannt vor der Spielkonsole in Richtung Wochenende wegdämmern.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen